14.6. – küfa.cartonage & Vortrag in der ‚Betriebsküche‘

Nachdem unsere Mai-Veranstaltung in der ‚Betriebsküche‘ (Berliner Str. 63a) in der Dresdener Friedrichstadt ein großer Erfolg war, werden wir auch am 14. Juni im Veranstaltungsraum des neu entstandenen Wohn- und Kulturprojektes zu Gast sein.

Bereits um 19:00 werden wir euch mit leckerem vegan Essen a‘ la cartonage beköstigen.

Ab 20 Uhr wird das „politisches Dessert“ serviert, für das wir uns den bei afrique-europe-interact und NoLager Bremen aktiven Olaf Bernau eingeladen haben. Sein Vortrag mit anschließender Diskussion trägt den Titel

Europa – Feuerwehr oder Brandbeschleuniger?
Ökonomische und politische Ursachen von Flucht und Migration aus Afrika.

Spätestens seit Geflüchtete und Migrant_innen im langen Sommer der Migration (2015) das europäische Grenzregime vorübergehend aus den Angeln gehoben haben, ist seitens der EU-Regierungen viel von „Fluchtursachen“ die Rede. Diese müssten „bekämpft“ werden, denn nur so seien die Probleme wirklich bei der Wurzel zu fassen. Das klingt vernünftig, ist aber aus dem Munde der offiziellen Politik grotesk, bisweilen auch heuchlerisch. Denn die EU präsentiert sich gerne als Feuerwehr, wo sie doch selbst all zu häufig als Brandstifterin agiert – gerade in zahlreichen Ländern Afrikas. Die Menschen kommen nicht aus Abenteuerlust, sondern weil ihre Existenzgrundlagen zerstört werden – ob durch Ressourcenkonflikte, Landgrabbing, ungleiche Handelsbeziehungen oder verschuldungsbedingte IWF-Strukturanpassungsprogramme. All dies ist Ergebnis politisch-ökonomischer Macht- und Dominanzverhältnisseverhältnisse, in denen Europa seit kolonialen Zeiten am Drücker sitzt, nicht selten im Wechselspiel mit korrupten, machtversessenen und undemokratischen Eliten im Süden des Globus. Dies und Anderes soll in der Veranstaltung thematisiert werden – einschließlich der Frage, wie wir von Europa aus mit sozialen Bewegungen in Afrika praktisch zusammen arbeiten können.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17 Uhr in der ‚Betriebsküche‘ gern gesehen.

10.5. – küfa.cartonage & Vortrag in der ‚Betriebsküche‘

Im Mai ist die gruppe.cartonage in der Dresdener Friedrichstadt zu Gast. Das auf der Berliner Straße 63a neu entstandene Wohn- und Kulturprojekt ‚Betriebsküche‘ stellt uns dafür den Veranstaltungsraum zur Verfügung.

Ab 19:00 wird leckeres veganes Essen a‘ la cartonage kredenzt, 20 Uhr folgt als „politisches Dessert“ der Vortrag ‚Das NSU-Unterstützer*innen-Umfeld in Sachsen‘. Dieser Vortrag ist Teil einer Veranstaltungsreihe im Vorfeld des NSU Tribunals vom 17.-21. Mai 2017 in Köln.

Die juristische Aufarbeitung der Verbrechen der Terrorgruppe „NSU“ ist bis heute stark von der „Trio-These“ der Generalbundesanwaltschaft geprägt. Vor dem Oberlandesgericht München sind neben Beate Zschäpe lediglich vier weitere Haupttäter angeklagt. Im gesellschaftlichen und medialen Diskurs wird das bundesweite Unterstützungsnetzwerk des NSU bisher noch wenig berücksichtigt. Der Vortrag beleuchtet das Unterstützungsumfeld in Sachsen in der Zeit es Untertauchens“ des NSU in Chemnitz und Zwickau zwischen 1998 und 2011. Zahlreiche Neonazis, die den NSU in Sachsen mit konkreten Handlungen unterstützt haben, wurden bis zum heutigen Tag noch nicht angeklagt und bewegen sich weiterhin auf freiem Fuß.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

*) Wer mitkochen möchte, ist ab 17 Uhr zum Gemüse häckseln und Kochlöffel schwingen in der ‚Betriebsküche‘ gern gesehen.

12.4. – küfa.cartonage + Film im KUKULIDA

Mi., 12.4.17, 20.00 Uhr, kukulida (Martin-Luther-Straße 1, 01099 DD)

Das AZ Conni wird saniert – und deshalb muss sich die gruppe.cartonage vorübergehend andere Orte für ihre monatlichen Veranstaltungen suchen. Diesen Monat finden wir im kukulida herzliche Aufnahme (vielen Dank!) . Wie gewohnt gibt es ab ca. 20 Uhr Küfa* mit einem leckeren veganen Schmaus a‘ la cartonage, danach wird als politisches Dessert der Dokumentarfilm „Wir sind jetzt hier“ gezeigt.

„Wir sind jetzt hier“
Dokumentation (2017) 45 min + offenes Gespräch

Geflüchtete Frauen in Deutschland – wie kommen sie zurecht, wie ist das „neue Leben“, was ist gut, wo liegen die Probleme? Wie hoch fliegen die Träume, wie sind die Realitäten? Was ist ihre besondere Situation als geflüchtete Frauen? Welche Hürden galt und gilt es zu nehmen, was erwarten sie sich in der Zukunft?

Dies Fragen waren die Motivation einer Dokumentation, die in Kooperation zwischen Black Dog Jugend und Medienbildung e.V in Freiburg entstanden ist. Freiburger Studentinnen portraitieren sechs geflüchtete Frauen aus Afghanistan, Syrien und Chile und vermitteln uns einen Einblick in ihr Leben, ihre Tätigkeiten, Gedanken und Gefühle.

Gern kommen wir nach dem Film mit euch ins Gespräch.

eure gruppe.cartonage

*) Wer mitkochen möchte, ist ab 18 Uhr zum Gemüse häckseln und Kochlöffel schwingen im kukulida gern gesehen.

Frauen im Asyl

Mi., 8.3.17, 20.30 Uhr, AZ Conni (Küfa ab 19:30 Uhr)

Flyer Ankündigung küfa.cartonage am 8.3.2017 zum Thema Frauen und Asyl

Geflüchtete machen häufig sehr ähnliche, gravierende Erfahrungen – im Herkunftsland, auf dem Fluchtweg und in dem Land, in dem sie schließlich ankommen. Dennoch sind Frauen/nicht männlich gelesene Menschen an allen Stationen der Flucht aufgrund des Zusammentreffens rassistischer und geschlechtsspezifischer Diskriminierung auf besondere Weise Entrechtung, Gewalt und Entmenschlichung ausgesetzt. Wodurch unterscheidet sich ihre Situation von der generell prekären Lage geflüchteter Menschen – insbesondere hier in Deutschland, Sachsen, Leipzig und Dresden? Findet dies in der Arbeit von Geflüchtetenselbstorganisationen und Unterstützungsinitiativen Berücksichtigung? Welche Formen der Solidarisierung sind nötig und willkommen, welche eher problematisch? Eine in Zwickau lebende Aktivistin mit eigener Fluchtgeschichte wird über die Situation berichten und für Fragen zur Verfügung stehen.

Die gruppe.cartonage hat ihre Veranstaltung am 8. März diesem Thema anlässlich des Weltfrauentages gewidmet und lädt zu dieser gemeinsam mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat e. V. 20:30 ins AZ Conni ein.

Wie immer vor den Veranstaltungen der gruppe.cartonage wird ab 19:30 ein leckeres Essen zum Spendenpreis angeboten.

We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome!
Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!

Wer mitkochen möchte, ist ab 18 Uhr in der Conni-Küche gern gesehen.

Marine der Hoffnung – Was kann ich allein schon tun?

Mi., 8.2.17, 20.30 Uhr, AZ Conni (Küfa ab 19:30 Uhr)

lecker Essen a‘ la cartonage

danach:
Eine bei Sea Eye und Mission Lifeline engagierte Person wird über die Seenotrettung auf dem Mittelmeer berichten und im Anschluss wollen wir die Möglichkeiten und Probleme öffentlichkeitswirksam inszenierter Hilfsprojekte mit euch diskutieren.

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Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!

Wer mitkochen möchte, ist ab 18 Uhr in der Conni-Küche gern gesehen.






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