Junger Mann im Kirchenasyl braucht Unterstützung

Seit April diesen Jahres verbringt ein junger Mann, geboren in Vietnam, sein Leben im Kirchenansyl. Er soll abgeschoben werden. Dagegen ist bereits Widerspruch eingelegt, ob diesem jedoch stattgegeben werden wird bleibt ungewiss. Er lebt also nach wie vor mit der täglichen Angst abgeschoben zu werden und ist auf Spenden zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes angewiesen.

Er kam mit seiner Familie bereits vor vielen Jahren nach Deutschland, verbrachte nur sehr wenige davon selbst in Vietnam. In Deutschland lebt er, seit er ein kleines Kind ist. Der junge Mann ist vorbestraft, u.a. weil er sich einmal in einer Auseinandersetzung mit Nazis gewehrt hatte. Doch egal ob er vorbestraft ist oder nicht, ein Grund zur Abschiebung kann das nicht sein; straffällig gewordene Deutsche werden schließlich auch nicht des Landes verwiesen. Dennoch, Anspruch auf ein Bleiberecht in Deutschland hat er mittlerweile nicht mehr. Er soll abgeschoben werden, abgeschoben in ein Land, das er kaum kennt und dessen Sprache er nicht gut lesen und schreiben kann, er ging schließlich nie in Vietnam zur Schule.

Um dem zu entfliehen, wollte er sich in ein Kirchenasyl begeben. Doch es ist gar nicht leicht gewesen eine Kirchengemeinde zu finden, die ihn aufzunehmen bereit war. Viele fürchteten, sich einen „Kriminellen“ ins Haus zu holen. Ein Pfarrer nahm ihn – entgegen der Bedenken seiner Gemeinde – trotzdem bei sich auf, doch konnte der junge Mann dort nicht lang bleiben, der Gemeindevorstand wollte das nicht dulden. Nach längerem Suchen konnte dann aber doch noch ein Pfarrer gefunden werden und dort befindet sich der junge Mann noch heute.

Das Kirchenasyl bietet ihm seit einigen Monaten also Schutz vor dem Zugriff der Polizei und somit auch Schutz vor einer drohenden Abschiebung. Doch das bedeutet auch, dass er das Gelände der Kirche Tag ein Tag aus nicht verlassen darf. Nur aus zwei Gründen wird er das Gelände also in Zukunft verlassen: entweder die Polzei verschafft sich Zutritt und erzwingt seine Abschiebung, oder dem Widerspruch gegen seine bereits beschlossene Ausweisung wird stattgegeben und er darf vorerst in Deutschland bleiben.

Doch für das Leben im Kirchenasyl braucht er Unterstützung. Geldspenden sind nötig, damit auch weiterhin Unterkunft und Verpflegung finanziert werden können. Wer darüberhinaus Zeit hat, kann ihn auch gerne besuchen, denn wer wie er den ganzen Tag ein einziges Gelände nicht verlassen darf ist auf Kontakte und Verständnis angewiesen. Das Kirchenasyl ist geschlossen, d.h. es wird öffentlich keine konkreten Informationen über diesen Fall geben. Dennoch: wer helfen will, wende sich einfach an uns und wir kümmern uns darum.

Selbstverständlich sollte jedoch sein, dass die eigentliche Lösung des Problems nur bedeuten kann:

Schluss mit dieser rassistischen Einwanderungspolitik,
es bracht eine Politik, die den Namen „weltoffen“ wirklich
auch einmal verdient hätte!





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