Archiv für Oktober 2009

Veranstaltungsreihe: Soziale Arbeit und das System

Soziale Arbeit und das System.
Eine Geschichte von Inklusions- und Exklusionsprozessen

3. November 2009, 19 Uhr:
Soziale Arbeit und Asyl. Einführung und Überblick über Lebenslagen;
mit: Hanna Stoll, Ausländerrat Dresden

1. Dezember 2009, 19 Uhr:
Raumaneignung junger Menschen mit Migrationshintergrund

5. Januar 2010, 19 Uhr:
Sprache als Ausschluss;
mit: Prof. Dr. Harald Wagner (EHS Dresden, sofi)

12. Januar 2010, 19 Uhr:
Soziale Arbeit schließt aus

2. Februar 2010, 19 Uhr:
Soziale Arbeit für oder wider das System?
Positionen für eine neue soziale Arbeit;
mit: Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Dresden

alle Veranstaltungen sind kostenfrei und ohne Anmeldung zu besuchen:
Evang. Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (ehs),
Wiener Straße 58, 01069 Dresden

Vortrag: „Save me“ Kampagne in Dresden

26.10.2009 18:00 RATHAUS Dr.Külz-Ring, 3.Etage, Zi.205
Eingeladen ist Imam-Jonas Dögüs und wird von „save me“ in Rostock berichten.

Mündet globale Vernetzung in globale Verantwortung? Derzeit fördern und festigen ungleiche Handelsbeziehungen den Reichtum der Industrienationen, während die Armut in Entwicklungsländern fortbesteht und wächst. Kriege zwingen zur Flucht. Noch immer werden Menschen aufgrund von religiösen oder politischen Bekenntnissen, wegen ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Neigungen diskriminiert oder verfolgt.

Währenddessen hat Europa seine Grenzen gegen Menschen in Not dicht gemacht. Menschen auf der Suche nach Orten der Sicherheit vor Armut, Unterdrückung und Zerstörung sterben unter katastrophalen Fluchtbedingungen auf dem Meer oder an den Landgrenzen Europas bei dem Versuch, einzuwandern. Diese zurückweisende Flüchtlingspolitik von Europa und der BRD ist auch in Dresden zu spüren. Stellten in Sachsen 1996 noch 7.103 Menschen Asyl-Erstanträge, so sind es 2007 nur noch 941 gewesen.

Die Kampagne „save me“ von PRO ASYL e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, der Forderung nach einer neuen Asylpolitik durch die Aufnahme von Flüchtlingen Ausdruck zu verleihen. Bereits in 14 Städte der BRD wurden durch das Engagement lokaler Initiativen Stadtratsbeschlüsse gefasst, in denen sich Städte zur Flüchtlingsaufnahme bereit erklären. Folgt nun ein Bundestagsbeschluss zur Aufnahme von Kontingentflüchtlingen (ähnlich der 2500 Flüchtlinge aus dem Irak), finden diese in den Städten mit ’save me‘-Beschluss eine erste Bleibe – und haben das Recht auf Arbeit, Sozialhilfe und freie Wohnungswahl.

Wir wollen in Dresden dem guten Beispiel anderer Städte folgen. Mit dem Ziel, dass durch die Beteiligung vieler Städte der BRD ein Zeichen gesetzt wird für Bewegungsfreiheit, Recht auf Asyl und Verhinderung von Fluchtursachen.

Wir suchen engagierte Mitstreiter_innen!

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ÖIZ Ökumenisches Informationszentrum
Sächsischer Flüchtlingsrat
Kontakt: kampagne [at] save-me-dresden.de
allgemeine Info: save-me-kampagne.de




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