Archiv für September 2011

Frachter, Frontex, Flüchtlingstod – Flüchtlingshilfe und -abwehr im Mittelmeer und anderswo

Es ist wieder so weit! Für den 5.10. laden wir euch zur Vokü ins AzConni ein. Nach ausgefallenem veganem Schmaus setzen wir als politisches Dessert auf die Karte: ein Film zum Krieg gegen Flüchtlinge auf dem Mittemeer am Beispiel der Reise der Cap Anamur sowie Beiträge zu deren rechtlichen und politischen Folgen dieser Fahrt.

Flyer zur vokü.cartonage am 5. Oktober 2011Die Cap Anamur, ein zum Hospitalschiff umgebautes Frachtschiff, ist im März 2004 von Lübeck nach Westafrika ausgelaufen – mit dem Ziel, Bootsflüchtlinge zu unterstützen. Organisiert und besatzt wurde das Schiff von Mitgliedern des Deutsche Not-Ärzte e.V. Im Verlauf der Fahrt nahm die Cap Anamur 37 Mensch auf hoher See auf und wollte in den sizilianischen Hafen Porto Empedocie einlaufen. Erst nach 3-wöchiger Wartezeit, in der das Schiff vor dem Hafen lag, wurde die Einlaufgenehmigung erteilt. Der Kapitän des Schiffes Stefan Schmidt sowie der 1. Offizier Elias Bierdel wurden sofort festgenommen und der Beihilfe zur illegalen Einreise angeklagt. Die 36 der 37 Flüchtlinge wurden nach wenigen Monaten wieder abgeschoben.
2009 wurden Stefan Schmidt und Elias Bierdel freigesprochen.

Wir zeigen eine 20-minütige Dokumentation über die Reise der Cap Anamur. Außerdem wird es ein kurzes Video zum Ausgang des Gerichtsprozesses geben.
Mit Infos zu dem komplizierten Verhältnis von Seerecht und nationalem Recht am Beispiel schiffbrüchiger Bootsflüchtlinge und darüber hinaus zu der Kampagne ‚Schiffe der Solidarität‘ (afrique-europe-interact) wollen wir die Aktualität der Problematik diskutieren, dass Menschenrechte nach wie vor nicht für alle Menschen gelten.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: