Archiv für Februar 2012

Bleiberecht für die Familie Ismailov/a

Dass Repressionen, Schikanen und Willkür durch staatliche Institutionen in Deutschland und Europa für viele Menschen an der Tagesordnung sind, haben wir versucht, bei unserem letzten politischen Dessert klar zu machen. Hier möchten wir euch jetzt auf einen Fall aufmerksam machen, bei dem sich der Verdacht aufdrängt, dass die tausendfach angewendeten Repressionen gegen Flüchtlinge gleichzeitig dazu dienen sollen, eine politische Aktivistin einzuschüchtern oder gar loszuwerden:
Nurjana Ismailova und ihr Bruder Nuradil leben seit fast 10 Jahren in Deutschland. Sie sind in Deutschland zur Schule gegangen und engagieren sich bei der Flüchtlingsjugendorganisation „Jugendliche ohne Grenzen“ (JOG). Nurjana ist Sprecherin von JOG in Niedersachsen. Nun sollen die beiden mit ihren Eltern nach Dagestan in Russland abgeschoben werden. Laut eines Beitrags der BBC (http://www.bbc.co.uk/news/magazine-15824831) ist Dagestan einer der gefährlichsten Orte Europas.
JOG hat nun eine Petition gestartet, um ein Bleiberecht für die Familie zu erreichen. Die Petition könnt ihr hier unterzeichnen.

2 und 2 und 2: So zaubert der VS Extremisten herbei.

Wie Überwachung den Alltag von Flüchtlingen und PoC begleiten kann.

15.2. 20:00 AZ Conni
vokü.cartonage
Im politischen Dessert: Das Repressionsmemory

Der Februar erhitzt in Dresden viele Gemüter, weckt Sorgen und wirft Fragen auf. Vielen wird gerade anhand der Ereignisse dieses Monats bewusst, was staatliche Überwachung bedeuten kann, während sie sich überlegen, wie sie ihre Positionierung zur Jährung der Luftangriffe präsentieren wollen.

Im vergangenen Jahr bewiesen die Exekutivorgane ihre Geringschätzung gegenüber der Privatsphäre von Aktiven unter anderem durch provokante Hausdurchsuchungen und flächendeckende Speicherung der Verbindungsdaten von Handygesprächen. Die Legitimität und Legalität dieser Aktionen wurden breit diskutiert – nicht nur von einschlägigen Medien.

Dass die berechtigte Sorge um die persönliche Bewegungsfreiheit, die eng mit der Freiheit von Überwachung verzahnt ist, nicht nur für kritische Menschenrechtsbewegte, Geschichtsschreibungs-beobachter*innen und Antira/Antifa-Aktivist*innen im Februar oder im ganzen Jahr aktuell ist, wollen wir mit einem cartonagen° Repressionsmemory zeigen.

DNA-Proben? Gesichtskontrolle? Hausdurchsuchungen? fdGo- Bekenntniszwänge?

Diese Realitäten begleiten den Alltag von Flüchtlingen, Migrant*innen und PoC – unabhängig von ihren politischen Einstellungen und Aktivitäten.
Wie, wann und wo, das erfahrt ihr nach veganer vokü á la cartonage in unserem interaktiven Memory-Spiel-Dessert.

link zur arte-doku: freiheit oder sicherheit




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