Archiv für März 2013

13.3.2013, 20 Uhr | az conni: fluchtursachen hausgemacht

Flyer Küfa 10. April 2013

Wir gehen vom prinzipiellen Recht eines jeden Menschen aus selbst zu entscheiden, an welchem Ort der Welt er oder sie leben möchte. In vielen Fällen ist diese Entscheidung jedoch aufgezwungen: aufgrund von Krieg, Bedrohung und Gewalt, Armut oder Perspektivlosigkeit am Herkunftsort bleibt den Menschen meist keine andere Möglichkeit, als anderswo eine Überlebensmöglichkeit zu suchen. Sie flüchten.

Der Versuch, anderswo ein neues Leben aufzubauen, endet für viele an den EU-Außengrenzen Europas oder oft schon vorher. Wer es dennoch schafft und nicht sofort wieder abgeschoben wird, muss lange Zeit unter unwürdigen Bedingungen und in ständiger Angst vor drohender Abschiebung leben. Die Abschreckungs- und Abwehrpolitik gegenüber Geflüchteten wird häufig damit begründet, dass Deutschland/Europa/die Industriestaaten nicht die Probleme der ganzen Welt lösen könnten.

Bei genauerem Hinsehen ist jedoch festzustellen, dass die Ursachen für die Zustände in den Ländern, aus denen Menschen flüchten, zumindest zu einem großen Teil in der Politik und Wirtschaft der Industriestaaten liegen. Der Trend der Ausbeutung, einer einseitig auf die Interessen dieser Staaten ausgerichteten Politik und Wirtschaft ist seit der Kolonialzeit ungebrochen. Was den Ländern im globalen Norden zu immer mehr Wohlstand und den weltweit agierenden Konzernen zu immer höheren Gewinnen verhilft, raubt den Menschen in anderen Teilen der Erde die Existenzgrundlage.

Was hat die Situation der von Fischfang lebenden Menschen an Somalias Küste mit EU-Politik zu tun? Welche Auswirkungen hat der Ökosprit-Boom auf die Ernährungssituation in verschiedenen afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Regionen? Was sind die Folgen deutscher/EU-Politik auf dem Balkan? In unserer Veranstaltung wollen wir den Blick anhand konkreter Beispiele auf politische und wirtschaftliche Mechanismen richten, die zu einer systematischen Verschlechterung von Lebensbedingungen führen. Und mit Ihnen/euch ins Gespräch darüber kommen, wie diese Situation langfristig verändert werden kann.

namf Aktionswoche 19.-23.3.

Das Netzwerk Asyl Migration Flucht Dresden (namf) veranstaltet anlässlich der am 20. und 21. März in Dresden stattfindenden ‚Integrationsministerkonferenz‘ eine Aktionswoche unter dem Titel „Ihr nennt es Integration. Wir nennen es Ausgrenzung“. Es sind mehrere thematische Veranstaltungen geplant, außerdem eine Kundgebung am 20. März vor dem Ort der Ministerkonferenz. Mehr Informationen auf dem Blog des namf.

Mobiflyer namf 20.3.13




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: