„Machen sie den einen Weg zu, nehmen wir eben einen anderen.“

Lebensrealitäten von Transmigrant_innen in Marokko vor dem Hintergrund europäischer Grenzkontrolle

Flyer cartonage November 2013

Beschreibung:

Marokko ist ein wichtiges Transitland für Menschen, die aus Ländern südlich der Sahara nach Europa gelangen wollen. Doch für viele stellt das Land zunächst die Endstation ihrer Reise dar.
14 km misst die Meerenge zwischen Spanien und Marokko. 2002 wird ein radargestütztes Grenzüberwachungssystem an der andalusischen Küste ausgebaut, das illegale Bootsüberfahrten frühzeitig ortet.
Im Herbst 2005 werden die Grenzzäune der beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla militärisch aufgerüstet. Ein Wall aus drei 6 Meter hohen Zäunen, dazwischen Tränengasanlagen.
Bei der europäisch-afrikanischen Migrationskonferenz 2006 in Rabat wird ein Aktionsplan ausgearbeitet. Für die Bekämpfung der illegalen Migration nach Europa werden Marokko 67 Millionen Euro bereitgestellt.
Am 07.06.2013 beschließen die EU und Marokko ein Mobilitätsabkommen, demzufolge Marokko sich als ein der EU benachbartes Drittland verpflichtet, abgeschobene Migrant_innen wieder aufzunehmen.

Im Vortrag wird dargestellt, wie Marokko zum Grenzwächter des europäischen „Migrationsmanagements“ wurde. Insbesondere geht es aber um Menschen. Darum, wie sie in den Wirrungen von Ablehnung und Gewalt in Marokko über- und weiterleben und welche Strategien und Strukturen sie auf ihrem Reiseweg dazu entwickelt haben.





Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: