Archiv für März 2015

Vortrag: Wenig Licht, viel Schatten. Änderungen im Asylrecht und aktuelle Asylpolitik

Mi., 8.4.15, 20 Uhr, AZ Conni

Vortrag: Licht und Schatten Cartonage Veranstaltung 8.4.15

„Sichere Herkunftsländer“ gegen Residenzpflicht und Sachleistungen – die durch das asylpolitische Zugeständnis des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ermöglichten Kompromisse zwischen den Koalitionspartnern CDU/CSU und SPD können mit Fug und Recht als politischer Kuhhandel bezeichnet werden. Die Entschärfungen bei der Residenzpflicht, im Asylbewerberleistungsgesetz und beim Arbeitsverbot wurden durch Erklärung von Ländern, in denen nachweislich Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erkauft. Mehr noch: künftig sollen fast unbeschränkt Inhaftierungen Schutzsuchender möglich sein.

Marko Schmidt wird in seinem Vortrag auf die Details der Neuregelungen, aber auch geplante Gesetzesänderungen zum Bleiberecht und zum Einsperren Asylsuchender eingehen. Im Anschluss wird es einen Austausch über die Rolle der Parteien – insbesondere AfD, CDU und SPD – und eine Diskussion darüber geben, welche politischen Forderungen aus der derzeitigen Situation abgeleitet werden müssen.

Wer für Menschen- und Bürgerrechte auf die Straße geht, schadet niemandem. Solidarität mit den non-citizens in Dresden, Deutschland und Europa!

„Das Asylum Seekers Movement und unterstützende Gruppen in Dresden haben am Dienstag erklärt, vorerst nicht mehr vor dem Theaterplatz übernachten zu wollen. Nach einem Angriff auf das Camp am Montag durch PEGIDA-Anhänger*innen, darunter auch organisierte Neonazis und Hooligans von Dynamo Dresden, und unter dem Druck der Polizei, die eine Räumung am Dienstag morgen mit massiver Präsenz erzwang, ist dieser Schritt aus unserer Sicht nachvollziehbar. In Dresden ist die Sicherheit von Menschen, die sich öffentlich gegen PEGIDA und für die Rechte von Geflüchteten und People of Color engagieren, nicht gewährleistet. Das ist eine Schande.

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Film: ‚white charity‘ – Schwarzsein & Weißsein auf Spendenplakaten. mit anschließender Diskussion

Mi., 11.3.15, 20 Uhr, AZ Conni

white charity 11.3.2015

Werbeplakate von entwicklungspolitischen Organisationen wie ‚Brot für die Welt‘, ‚Welthungerhilfe‘, ‚Kindernothilfe‘ oder ‚Care‘ prägen das Bild auf Straßen, Plätzen, in Bahnhöfen und U-Bahnen in Deutschland.
Sie haben einen großen Einfluss darauf wie in Deutschland Schwarze und weiße Identitäten konstruiert werden. Der Dokumentarfilm analysiert die Spendenplakate aus einer rassismuskritischen, postkolonialen Perspektive.
‚white charity‘ stellt unterschiedliche Perspektiven vor: Ausgehend von den Spendenplakaten diskutieren Vertreter_innen von Hilfsorganisationen mit Wissenschaftler_innen über Entwicklungszusammenarbeit, koloniale Fantasien, Rassismus und Machtstrukturen.
‚white charity‘ ist eine exemplarische Auseinandersetzung mit Rassismus in Bildern, die weit über den entwicklungspolitischen Horizont von Bedeutung ist und unterstützt einen schärferen Analyseblick auf Bilder in kommerzieller Werbung, Print und TV.

In der anschließenden Diskussion möchten wir darüber ins Gespräch kommen, wo uns in aktuellen Kontexten ähnliche – sprachliche und visuelle – Bilder begegnen, aber auch, was dies für unsere eigene (politische) Öffentlichkeitsarbeit heißt.

Advertisements of organizations like „Brot für die Welt“, „Welthungerhilfe“, „Kindernothilfe“ or „Care“that are engaged in development policy, are very present in public spaces in Germany.
They have a big impact on how black and white identity is constructed in Germany. The documentary analyzes the donation advertisements from a anti-racist and postcolonial perspective.
“White charity” presents different perspectives: scientists and people from the development organizations discuss about development policy, colonial phantasies, racism and power structures.
“White charity” is an exemplary debate about racism in pictures, that is very important also beyond development policy and leads to an analyzing view on commercial advertisements, print and TV.

In the discussion we would like to talk about where we can find similar pictures in our everyday-lives, and what it means for our own (politically) work.




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