Archiv für Januar 2016

Von Hoffnung und Hotspots: Zur Situation von Geflüchteten auf Sizilien

Mi, 13.1.16, 20 Uhr, AZ Conni

Flyer zur Januaer-küfa.cartonage zur Situation von Geflüchteten auf Sizilien

Nachdem 2013 die Auffanglager auf Lampedusa geschlossen wurden, kommen fast täglich Boote mit auf dem Seeweg über das Mittelmeer Geflüchteten im Süden Siziliens an. Die Bedingungen, unter denen sie dort leben müssen, sind oftmals katastrophal. In der Hafenstadt Pozzallo wurde die dortige Erstaufnahmeeinrichtung in einen sogenannten Hotspot umfunktioniert. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges Konzept, mit dem die Europäische Kommission noch an der Grenze mit einem Schnellprüfverfahren klären will, ob Geflüchteten überhaupt das Recht auf eine Asylantragstellung zugebilligt wird oder nicht.

Der aus einer Privatinitiative hervorgegangene Verein ‚Projekt Seehilfe e. V.‘ aus Bremen ist mit Unterstützungsaktionen im Süden Siziliens aktiv. Eine Aktivistin wird in ihrem Vortrag über die Situation der Geflüchteten und die aktuellen politischen Entwicklungen berichten:

„Über Solidarität sprechen gerade alle politischen Ebenen in Europa. Vor allem wenn es darum geht, wer Geflüchtete aufnehmen soll. Dass die Situation an anderen Orten schon seit langem prekär ist, wird dabei oft vergessen. Man konnte die Forderung nach Unterstützung einfach überhören. Projekt Seehilfe e. V. hat sich nach einer spontanen Hilfsaktion im Jahr 2014 entschieden langfristig auf Sizilien aktiv zu sein. Nach der Schließung der Lager auf Lampedusa etablierte sich die italienische Insel als neuer Brennpunkt auf der Mittelmeer-Route.

Mit dem Kauf von Medikamenten und Kleidung, mit Workshops oder ganz einfach mit Gesprächen unterstützen wir die, die den Weg über das Mittelmeer auf sich genommen haben. Auf Sizilien haben wir ein gutes Netzwerk aufgebaut, das uns ständig auf dem Laufenden hält. In unseren Vorträgen möchten wir über die desolate Situation der Flüchtlinge aufklären und von unserer Arbeit berichten.“




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