Archiv der Kategorie 'News'

AZ Conni | küfa.cartonage & Vortrag „Nirgends Erinnerung?“

Zum Stand der NSU-Aufarbeitung in Sachsen

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**

Das Gedenken an die Opfer des NSU in Sachsen bleibt ein schwieriges Thema. Selbst der Untersuchungsausschuss des sächsischen Landtages zum NSU schaffte es nicht in unmittelbarer Nähe zum Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU, die Namen der Opfer zu benennen oder gar eine Schweigeminute durchzuführen. In Zwickau hängt im Rathaus lediglich ein lieblos gedruckter Zettel mit den Namen der NSU-Opfer. Die Arbeit des Untersuchungsausschusses endet in diesem Jahr mit der Veröffentlichung der Abschlussberichte und es ist klar, dass es in Sachsen keinen weiteren Ausschuss zu dem Thema mehr geben wird. Dennoch kann auch in Sachsen kein Schlussstrich unter die Aufarbeitung des NSU-Komplex gezogen werden. Im Vortrag stellen die Referent*innen Langzeitprojekte wie bspw. das Chemnitzer Projekt „Offener Prozess“, Veranstaltungen wie das „NSU-Tribunal in Sachsen“ sowie Aktionen und Mitgestaltungsmöglichkeiten vor, die in diesem Jahr einen Beitrag zur NSU-Aufarbeitung darstellen werden.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen. Und danach (ab ca. 22 Uhr) freuen wir uns außerordentlich über Unterstützung beim Aufräumen!

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!
gruppe.cartonage.

13.3. AZ Conni | küfa.cartonage & Film zu Flucht weltweit

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**:

Filmabend zu Flucht als weltweites Phänomen

Flucht ist in ihrer gegenwärtigen Dimension ein weltweites, epochales Phänomen. Die Veränderungen, die Menschen zwingen, ihren bisherigen Lebensort zu verlassen, passieren auf lokaler oder regionaler Ebene, doch ihre Ursachen sind global. Was Menschen auf ihrer Flucht irgendwo zwischen Hoffnung und Verzweiflung erleben, sind höchst persönliche, Erfahrungen. In diesem Dokumentarfilm wird ‚Flucht‘ in den verschiedenen Facetten künstlerisch verarbeitet. Er zeigt nicht nur Schicksale konkreter Personen, er fordert auch zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und zu der Frage „Was habe ich, was hat mein Leben mit all dem zu tun?“ auf.

Link zum Trailer

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen. Und danach (ab ca. 22 Uhr) freuen wir uns außerordentlich über Unterstützung beim Aufräumen!

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!
gruppe.cartonage.

9.1. AZ Conni | Menschenrechtsverletzungen in Libyen

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**:

Themenabend zur Menschenrechtssituation in Libyen
Bericht von Amnesty International Dresden und NAMF (Netzwerk Asyl Migration Flucht)

Der arabische Frühling beendete die Diktatur Muammar al-Gaddafis in Libyen, die Menschenrechtslage hat sich seitdem aber nicht gebessert. Das Land ist von zwei Bürgerkriegen erschüttert worden und aktuell konkurrieren militärische Gruppierungen und Milizen um die Vorherrschaft. Dabei entflammen immer wieder bewaffnete Konflikte, in denen auch Zivilpersonen getötet, verletzt oder vertrieben werden.

Im Report zur Lage der Menschenrechte in Libyen 2017/18 schreibt Amnesty International: „Sowohl militärische Kräfte der rivalisierenden Regierungen als auch bewaffnete Gruppen und Milizen begingen 2017 schwere Verletzungen des Völkerrechts und Menschenrechtsverstöße, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Alle Konfliktparteien verübten wahllose sowie gezielte Angriffe auf dichtbesiedelte Gebiete, die zum Tod von Zivilpersonen und rechtswidrigen Tötungen führten. Tausende Menschen wurden von bewaffneten Gruppen verschleppt, willkürlich festgenommen und zeitlich unbegrenzt inhaftiert. In den Gefängnissen waren Folter und andere Misshandlungen an der Tagesordnung. Dies galt auch für Hafteinrichtungen unter Kontrolle bewaffneter Gruppen und Milizen.“

Von diesen schweren Menschenrechtsverletzungen ist nicht nur die libysche Bevölkerung betroffen, sondern auch schätzungsweise 1 000 000 Migrant*innen und Geflüchtete.

Viele dieser Menschen kommen aus westafrikanischen Ländern und möchten von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa gelangen. Sie sind in Libyen besonders gefährdet: Systematisch werden Migrant*innen von Schleppern und in Haftzentren ausgebeutet und misshandelt. Zehntausende sitzen unter menschenunwürdigen Bedingungen in diesen meist illegalen Haftzentren fest.

Dennoch kooperieren europäische Regierungen mit der libyschen Küstenwache, um die Grenzen Europas weiter abzuschotten. „Trotz der schrecklichen Menschenrechtsverstöße, die Menschen auf der Flucht und Migrantinnen und Migranten durch die libysche Küstenwache und in den Hafteinrichtungen in Libyen drohen, arbeiten europäische Regierungen mit den libyschen Behörden zusammen, um diese in Libyen festzusetzen. Die Pläne, diese Externalisierungspolitik auf die ganze Region auszuweiten, sind zutiefst beunruhigend“, so Matteo de Bellis, Experte für Asyl und Migration bei Amnesty International. (Artikel zu Thema hier)

Wir möchten euch einen Überblick über die Menschenrechtslage in Libyen und die Situation der dort lebenden Migrant*innen geben. Der Abend wird organisiert von der Gruppe cartonage in Zusammenarbeit mit der Amnesty International Hochschulgruppe Dresden und dem Netzwerk Asyl, Migration, Flucht Dresden.

Die Amnesty International Hochschulgruppe Dresden organisiert Veranstaltungen wie Ausstellungen, Themenabende oder Unterschriftenaktionen zu verschiedenen Menschenrechtsthemen. In den letzten Jahren lag das Augenmerk besonders auf Flucht und Asyl, Frauen*rechten, Wirtschaft und Rüstung sowie Menschenrechtsbildung.

Das Netzwerk Asyl, Migration und Flucht Dresden setzt sich für die Rechte von Migrant*innen, insbesondere von Geflüchteten und Asylsuchenden, ein. In der Veranstaltungsreihe BURNING THE BORDERS geht es um die Bedeutung von Grenzen auf globaler und lokaler Ebene, um Flucht, Widerstand und Solidarität.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen.

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12.12. AZ Conni | Sachsen 2019: Apocalypse now? Politische (Gegen-)Aktivitäten im Vorfeld der Wahlen

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**:

Sachsen 2019: Apocalypse now?
Politische (Gegen-)Aktivitäten im Vorfeld der Wahlen
Input & Gespräch

Die Prognosen sagen nichts Gutes voraus. Sachsen, von Anfang an eine rechte Problemzone in der 1990 erweiterten Bundesrepublik, droht noch weiter nach rechts abzusacken. Mit zu erwartenden drastischen Folgen für bestimmte gesellschaftliche Gruppen, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. Während die einen den Kopf in den Sand stecken und hoffen, es werde schon nicht so schlimm für sie werden, regen sich vielfältige Initiativen, um den vor allem, aber nicht nur von der AfD ausgehenden Angriff auf eine pluralistische Gesellschaft Protest und andere Perspektiven entgegen zu setzen.
Welche Aktivitäten gibt es seitens linker Gruppen, aber auch von bürgerlicher Seite, welche Ziele verfolgen sie, an welche Menschen richten sie sich?

Susanne Gärtner wird uns an diesem Abend das sächsische ‚Bündnis gegen Rassismus‘ vorstellen und einen Überblick über Ideen und bereits begonnene Projekte von Gruppen und Organisationen aus dem Bündnis und dessen Umfeld geben. Dabei wird sie auf Chancen, aber auch Grenzen einer breiten Bündnispolitik eingehen. Im Anschluss möchten wir mit euch darüber, was wir jetzt noch erreichen können, über sinnvolle Strategien und geeignete Aktionsformen ins Gespräch kommen.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen.

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gruppe.cartonage.

14.11. AZ Conni – küfa.cartonage & Storytelling | Geschichte(n) vom Gehen und (An)Kommen. Ahmed erzählt

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**:

Geschichte(n) vom Gehen und (An)Kommen. Ahmed erzählt
Storytelling & Gespräch

Ahmed K. verließ sein Herkunftsland, den Libanon, durchquerte viele Länder und kam schließlich 2015 in Dresden an, wo er bis heute lebt. Wie lange, das ist nicht sicher, denn sein Asylantrag wurde abgelehnt.
Was Ahmed von seinem Aufbruch bis heute erlebte, ist eine von vielen, jeweils ganz individuellen Geschichten von Flucht und Migration. Und dennoch steht sie für mehr als nur das persönliche Schicksal einer Person. Über Geflüchtete und Migrant*innen wird sehr viel geredet, mal Gutes, häufig Schlechtes, doch wer weiß wirklich etwas über die Menschen, die hier ankommen?

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, etwas mehr zu erfahren. Ahmed wird seine Geschichte mit uns teilen, mit uns ins Gespräch kommen und unsere Fragen beantworten.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen.

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!
gruppe.cartonage.




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