Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Alle abschieben!?

Blackbox Abschiebung und die Grenzen der Menschlichkeit, 9.4.2014, 20 Uhr, AZ Conni

Die Integrationsrepublik Deutschland schiebt jedes Jahr über 15.000 Menschen ab – nach Afghanistan ebenso wie in den Kosovo. Familien werden entwurzelt. Abschiebehäftlinge werden abgezockt. Geflüchtete am Asylantrag gehindert. Die EU-Staaten verpflichten sich auf die Menschenrechte und lassen Menschen im Mittelmeer ertrinken. Dennoch – Menschen überwinden weiterhin Grenzen und kämpfen für ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Was passiert eigentlich in der „Blackbox Abschiebung“ und wie können wir Abschiebungen überwinden?

Als Nachtisch zur küfa.cartonage im April gibt es einen multimedialen Vortrag von Miltiadis Oulios, Autor von „Blackbox Abschiebung, Geschichten und Bilder von Leuten, die gerne geblieben wären“, erschienen im Suhrkamp Verlag. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zur Diskussion. Mitveranstalter sind Pro Asyl, der Ausländerrat Dresden und die Amnesty Hochschulgruppe Dresden.

Wer mitkochen möchte, ist ab 18 Uhr in der Küche des AZ Conni herzlich willkommen!

Tödliche Realitäten in Sachsen

Zur Dimension rechtsmotivierter, rassistischer sowie anderweitig menschenverachtender Gewalt.
Veranstaltungsflyer Rassismus tötet am 8. Januar 2014, 20 Uhr im AZ Conni

Seit 1990 wurden in Deutschland 183 Menschen Opfer rechter, rassistischer oder anderweitig menschenverachtender Gewalt. Allein in Sachsen gab es seit 1990 mindestens 13 Todesopfer und weitere Verdachtsfälle. Der letzte Mord in Sachsen ereignete sich Ende Mai 2011 in Oschatz. Der Wohnungslose Andre K. wurde von mehreren Männern so schwer zusammengeschlagen, dass er wenige Tage später an seinen Verletzungen verstarb. Die Veranstaltung will über die rechten Morde in Sachsen aufklären und Kontinuitäten bei dem gesellschaftlichen Umgang mit diesen Morden aufzeigen. Weiterhin wird ein_e Vertreter_in der Leipziger Gruppe Rassismus tötet! über ausgewählte Fälle aus Leipzig sprechen und Ideen für eine linke Gedenkpolitik vorstellen.

Freedom of movement – everybody’s right!?

Asyl und Flucht im Jahre 2013: Repression und Widerstand

Veranstaltungsflyer Flucht und Asyl 2013 am 11. Dezember 2013 im AZ Conni

Das Jahr 2013 geht zuende und am 11.12. wollen wir im AZ Conni ab 20 Uhr zurückblicken auf die Ereigniesse des Jahres im Bereich Flucht und Asyl. Wir möchten einen kleinen Überblick bieten, wie sich die rechtliche Lage von Geflüchteten in Deutschland und Europa entwickelt hat. Wir wollen auch aufzeigen, wie sich immer mehr Asyl suchende und Geflüchtete selbst organisieren, um ihre Rechte einzufordern und ihre Situation zu verbessern und wie sich andere Menschen mit ihnen solidarisieren. Leider kommt ein solcher Jahresrückblick aber auch dieses Jahr nicht ohne Berichte von Toten aus und von Repressionen gegen Menschen, die in Deutschland eigentlich auf Sicherheit und Schutz gehofft hatten. Einen heiter -besinnlichen Jahresrückblick wie im Fernsehn können wir also nicht bieten. Im Anschluss gibt es dafür Gelegenheit, über die Ereignisse des Jahres zu diskutieren und zu überlegen, was daraus für die Zukunft folgen kann.

Davor gibt es leckeres veganes Essen. Gekocht wird ab 18 Uhr in der Küche des AZ Conni. Wer mithelfen will, ist wie immer sehr willkommen.

„Machen sie den einen Weg zu, nehmen wir eben einen anderen.“

Lebensrealitäten von Transmigrant_innen in Marokko vor dem Hintergrund europäischer Grenzkontrolle

Flyer cartonage November 2013

Beschreibung:

Marokko ist ein wichtiges Transitland für Menschen, die aus Ländern südlich der Sahara nach Europa gelangen wollen. Doch für viele stellt das Land zunächst die Endstation ihrer Reise dar.
14 km misst die Meerenge zwischen Spanien und Marokko. 2002 wird ein radargestütztes Grenzüberwachungssystem an der andalusischen Küste ausgebaut, das illegale Bootsüberfahrten frühzeitig ortet.
Im Herbst 2005 werden die Grenzzäune der beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla militärisch aufgerüstet. Ein Wall aus drei 6 Meter hohen Zäunen, dazwischen Tränengasanlagen.
Bei der europäisch-afrikanischen Migrationskonferenz 2006 in Rabat wird ein Aktionsplan ausgearbeitet. Für die Bekämpfung der illegalen Migration nach Europa werden Marokko 67 Millionen Euro bereitgestellt.
Am 07.06.2013 beschließen die EU und Marokko ein Mobilitätsabkommen, demzufolge Marokko sich als ein der EU benachbartes Drittland verpflichtet, abgeschobene Migrant_innen wieder aufzunehmen.

Im Vortrag wird dargestellt, wie Marokko zum Grenzwächter des europäischen „Migrationsmanagements“ wurde. Insbesondere geht es aber um Menschen. Darum, wie sie in den Wirrungen von Ablehnung und Gewalt in Marokko über- und weiterleben und welche Strategien und Strukturen sie auf ihrem Reiseweg dazu entwickelt haben.

Film: „Wadim.Tod nach Abschiebung“

Die gruppe.cartonage meldet sich aus der Sommerpause zurück und lädt zu Küfa am Mittwoch, 11.9. um 20 Uhr ins AZ Conni ein. Nach einem leckeren veganen Hauptgericht (Mitkochen ab 18 Uhr erwünscht!) wird wie immer ein politisches Dessert gereicht.

Dieses Mal wird die Dokumentation „Wadim.Tod nach Abschiebung“ (D, 2011) gezeigt. Carsten Rau und Hauke Wendler erzählen in ihrem Film die Geschichte des russischen Jungen Wadim, dessen Eltern mit ihm und seinem jüngeren Bruder aus Lettland nach Deutschland fliehen. Asyl wird ihnen nicht gewährt, sie werden lediglich geduldet, können jederzeit ausgewiesen werden. Die über Jahre fortwährende Ungewissheit zermürbt und zerfrisst die Familie. Schließlich wird Wadim abgeschoben. Die menschenverachtende Abschiebepraxis der Bundesrepublik endet für Wadim und seine Angehörigen schließlich in einer Tragödie.




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