Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Film: „Wadim.Tod nach Abschiebung“

Die gruppe.cartonage meldet sich aus der Sommerpause zurück und lädt zu Küfa am Mittwoch, 11.9. um 20 Uhr ins AZ Conni ein. Nach einem leckeren veganen Hauptgericht (Mitkochen ab 18 Uhr erwünscht!) wird wie immer ein politisches Dessert gereicht.

Dieses Mal wird die Dokumentation „Wadim.Tod nach Abschiebung“ (D, 2011) gezeigt. Carsten Rau und Hauke Wendler erzählen in ihrem Film die Geschichte des russischen Jungen Wadim, dessen Eltern mit ihm und seinem jüngeren Bruder aus Lettland nach Deutschland fliehen. Asyl wird ihnen nicht gewährt, sie werden lediglich geduldet, können jederzeit ausgewiesen werden. Die über Jahre fortwährende Ungewissheit zermürbt und zerfrisst die Familie. Schließlich wird Wadim abgeschoben. Die menschenverachtende Abschiebepraxis der Bundesrepublik endet für Wadim und seine Angehörigen schließlich in einer Tragödie.

Can`t be silent

Wir möchten euch auf einen interessanten Film aufmerksam machen, der gerade in der Schauburg läuft: „Can`t be silent“ begleitet die Band „Strom und Wasser feat. The Refugees“ bei ihrer Konzerttour. Die Band besteht aus dem Liedermacher Heinz Ratz, seiner Band und Bewohner_innen von Unterkünften für Geflüchtete aus ganz Deutschland. „Die Regisseurin Julia Oelkers begleitet Heinz Ratz und die Refugees bei dem Versuch, sich von ihren verordneten Plätzen zu lösen – durch die so simple wie machtvolle Geste, die eigene Stimme zu erheben. Zwischen Lampenfieber und Erleichterung, zwischen leeren Sälen und donnerndem Applaus erzählt sie ein beunruhigendes Drama der Politik.“ so die Ankündigung der Schauburg.

Habiba Ciao

Ankündigung: nächste küfa.cartonage am Mittwoch, 8.5.2013, 20:00 Uhr im AZ Conni
Flyer Küfa 8.5.2013

Habiba Ciao. Auswirkungen der arabischen Revolution auf Migrationsdruck und -bewegungen am Beispiel Tunesiens

13.3.2013, 20 Uhr | az conni: fluchtursachen hausgemacht

Flyer Küfa 10. April 2013

Wir gehen vom prinzipiellen Recht eines jeden Menschen aus selbst zu entscheiden, an welchem Ort der Welt er oder sie leben möchte. In vielen Fällen ist diese Entscheidung jedoch aufgezwungen: aufgrund von Krieg, Bedrohung und Gewalt, Armut oder Perspektivlosigkeit am Herkunftsort bleibt den Menschen meist keine andere Möglichkeit, als anderswo eine Überlebensmöglichkeit zu suchen. Sie flüchten.

Der Versuch, anderswo ein neues Leben aufzubauen, endet für viele an den EU-Außengrenzen Europas oder oft schon vorher. Wer es dennoch schafft und nicht sofort wieder abgeschoben wird, muss lange Zeit unter unwürdigen Bedingungen und in ständiger Angst vor drohender Abschiebung leben. Die Abschreckungs- und Abwehrpolitik gegenüber Geflüchteten wird häufig damit begründet, dass Deutschland/Europa/die Industriestaaten nicht die Probleme der ganzen Welt lösen könnten.

Bei genauerem Hinsehen ist jedoch festzustellen, dass die Ursachen für die Zustände in den Ländern, aus denen Menschen flüchten, zumindest zu einem großen Teil in der Politik und Wirtschaft der Industriestaaten liegen. Der Trend der Ausbeutung, einer einseitig auf die Interessen dieser Staaten ausgerichteten Politik und Wirtschaft ist seit der Kolonialzeit ungebrochen. Was den Ländern im globalen Norden zu immer mehr Wohlstand und den weltweit agierenden Konzernen zu immer höheren Gewinnen verhilft, raubt den Menschen in anderen Teilen der Erde die Existenzgrundlage.

Was hat die Situation der von Fischfang lebenden Menschen an Somalias Küste mit EU-Politik zu tun? Welche Auswirkungen hat der Ökosprit-Boom auf die Ernährungssituation in verschiedenen afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Regionen? Was sind die Folgen deutscher/EU-Politik auf dem Balkan? In unserer Veranstaltung wollen wir den Blick anhand konkreter Beispiele auf politische und wirtschaftliche Mechanismen richten, die zu einer systematischen Verschlechterung von Lebensbedingungen führen. Und mit Ihnen/euch ins Gespräch darüber kommen, wie diese Situation langfristig verändert werden kann.

13.3.2013, 20 Uhr | az conni: In this world

Am 13.3. gibt es endlich die nächste küfa.cartonage im az conni. Wie immer werden wir eine vegane Köstlichkeit bereiten. Im politischen Desert zeigen wir dann den Film „In this world“ von Michael Winterbottom. Der Film aus dem Jahr 2002 erzählt die Geschichte zweier Cousins aus einem Flüchtlingslager im pakistanischen Peschawar. In der Hoffnung auf ein besseres Leben begeben sie sich auf die gefährliche Reise nach Großbritannien. Dieser Film ist mit minimalem Drehbuch produziert und fast alle Schauspieler_innen sind Laiendarsteller_innen. Ihre Rollen sind meist eng an ihre wahre Lebenssituation angelehnt. Dadurch entsteht eine eindrucksvolle Mischung aus Dokumentation und Spielfilm.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: