Archiv Seite 2

12.6.19 | AZ Conni | küfa.cartonage & Vortrag ‚#yachtfleet‘

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**

Mission Lifeline: Infoabend zur #yachtfleet 2019 – Seenotrettung muss möglich sein!

Mission Lifeline wird über die geplante Schiffsdemonstration auf dem Mittelmeer berichten, als Zeichen gegen das Sterben auf dem Mittelmeer und gegen die Kriminalisierung ziviler Seenorettung.

Momentan werden Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer daran gehindert, Menschen in Seenot vor dem Ertrinken zu retten. Die EU will damit verhindern, dass Menschen ihr Recht auf Flucht und Asyl wahrnehmen. Dafür geht sie so weit, dass sie zur Abschreckung Menschen auf dem Mittelmeer sterben lässt. Mittlerweile sterben laut UNHCR seit Beginn dieses Jahres im Schnitt täglich sechs Menschen bei dem Versuch, das Mittelmeer in Richtung Europa zu über- queren. Damit es keine Zeugen für dieses Sterben gibt, werden Seenotrettungsorganisationen wie MISSION LIFELINE kriminalisiert. Diese grausame Politik nehmen wir nicht hin.

MISSION LIFELINE startet eine Protestaktion, die es so noch nicht gegeben hat: Die #YACHTFLEET – eine Schiffs-Demonstration, die genau dort ein Zeichen setzt, wo die Politik sie nicht haben will – auf dem Mittelmeer. Sie kreuzen mit einer Flotte von Schiffen auf dem zentralen Mittelmeer und zwingen die EU, hinzusehen. Parallel dazu finden deutschlandweit zahlreiche Aktionen statt, mit denen den Forderungen nach legalen Einreisewegen, dem Stop der EU-Finanzierung für
instabile Staaten und Milizen, dem Ende der Kriminalisierung von ziviler Seenotrettung und der Verteidigung der Menschenrechte Ausdruck verliehen wird.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche (bei schönem Wetter: KOchen Mit Allen draußen) gern gesehen. Und danach (ab ca. 22 Uhr) freuen wir uns außerordentlich über Unterstützung beim Aufräumen!

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!

AZ Conni | küfa.cartonage & Vortrag ‚100 Jahre Abschiebehaft‘

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**

Es mag paradox klingen, dass wir uns ausgerechnet am 8. Mai – dem Tag der Befreiung – mit einem Thema beschäftigen, bei dem es nicht um Freiheit, sondern den Entzug derselben geht. Doch gerade weil in einem Land, das eines der dunkelsten Kapitel der Weltgeschichte geschrieben hat und sich heute in der Weltöffentlichkeit selbst gern als „geläutert“ darstellt, Menschen eingesperrt werden, deren „Vergehen“ es ist, an einem frei gewählten Ort der Welt leben zu wollen, um Bedrohung zu entkommen, Armut zu entfliehen oder einfach eine Perspektive für das eigene Leben zu haben, kann es nicht dabei belassen bleiben, die Befreiung vom Faschismus vor 79 Jahren zu feiern. Und weil sich in diesen Tagen die traurige Geschichte der Haft ohne Straftat in Deutschland zum hundertsten Male jährt, haben wir die Abschiebehaftkontaktgruppe Dresden eingeladen, für euch einen Input zur Geschichte der Abschiebehaft zu halten und über die aktuelle Situation im Abschiebeknast Dresden zu berichten.

Infos zum Thema hier und hier

Wer um 17 Uhr schon zum Transpi malen für die Demo am Samstag, 11. Mai vorbeikommen möchte, ist herzlich eingeladen (vor allem, um Ideen einzubringen!).

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen. Und danach (ab ca. 22 Uhr) freuen wir uns außerordentlich über Unterstützung beim Aufräumen!

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!

AZ Conni | küfa.cartonage & Vortrag „Nirgends Erinnerung?“

Zum Stand der NSU-Aufarbeitung in Sachsen

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**

Das Gedenken an die Opfer des NSU in Sachsen bleibt ein schwieriges Thema. Selbst der Untersuchungsausschuss des sächsischen Landtages zum NSU schaffte es nicht in unmittelbarer Nähe zum Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU, die Namen der Opfer zu benennen oder gar eine Schweigeminute durchzuführen. In Zwickau hängt im Rathaus lediglich ein lieblos gedruckter Zettel mit den Namen der NSU-Opfer. Die Arbeit des Untersuchungsausschusses endet in diesem Jahr mit der Veröffentlichung der Abschlussberichte und es ist klar, dass es in Sachsen keinen weiteren Ausschuss zu dem Thema mehr geben wird. Dennoch kann auch in Sachsen kein Schlussstrich unter die Aufarbeitung des NSU-Komplex gezogen werden. Im Vortrag stellen die Referent*innen Langzeitprojekte wie bspw. das Chemnitzer Projekt „Offener Prozess“, Veranstaltungen wie das „NSU-Tribunal in Sachsen“ sowie Aktionen und Mitgestaltungsmöglichkeiten vor, die in diesem Jahr einen Beitrag zur NSU-Aufarbeitung darstellen werden.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen. Und danach (ab ca. 22 Uhr) freuen wir uns außerordentlich über Unterstützung beim Aufräumen!

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!
gruppe.cartonage.

13.3. AZ Conni | küfa.cartonage & Film zu Flucht weltweit

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**:

Filmabend zu Flucht als weltweites Phänomen

Flucht ist in ihrer gegenwärtigen Dimension ein weltweites, epochales Phänomen. Die Veränderungen, die Menschen zwingen, ihren bisherigen Lebensort zu verlassen, passieren auf lokaler oder regionaler Ebene, doch ihre Ursachen sind global. Was Menschen auf ihrer Flucht irgendwo zwischen Hoffnung und Verzweiflung erleben, sind höchst persönliche, Erfahrungen. In diesem Dokumentarfilm wird ‚Flucht‘ in den verschiedenen Facetten künstlerisch verarbeitet. Er zeigt nicht nur Schicksale konkreter Personen, er fordert auch zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und zu der Frage „Was habe ich, was hat mein Leben mit all dem zu tun?“ auf.

Link zum Trailer

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen. Und danach (ab ca. 22 Uhr) freuen wir uns außerordentlich über Unterstützung beim Aufräumen!

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!
gruppe.cartonage.

9.1. AZ Conni | Menschenrechtsverletzungen in Libyen

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39, Dresden

20:00* vegane küfa à la cartonage

20:30 politischer Nachtisch**:

Themenabend zur Menschenrechtssituation in Libyen
Bericht von Amnesty International Dresden und NAMF (Netzwerk Asyl Migration Flucht)

Der arabische Frühling beendete die Diktatur Muammar al-Gaddafis in Libyen, die Menschenrechtslage hat sich seitdem aber nicht gebessert. Das Land ist von zwei Bürgerkriegen erschüttert worden und aktuell konkurrieren militärische Gruppierungen und Milizen um die Vorherrschaft. Dabei entflammen immer wieder bewaffnete Konflikte, in denen auch Zivilpersonen getötet, verletzt oder vertrieben werden.

Im Report zur Lage der Menschenrechte in Libyen 2017/18 schreibt Amnesty International: „Sowohl militärische Kräfte der rivalisierenden Regierungen als auch bewaffnete Gruppen und Milizen begingen 2017 schwere Verletzungen des Völkerrechts und Menschenrechtsverstöße, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Alle Konfliktparteien verübten wahllose sowie gezielte Angriffe auf dichtbesiedelte Gebiete, die zum Tod von Zivilpersonen und rechtswidrigen Tötungen führten. Tausende Menschen wurden von bewaffneten Gruppen verschleppt, willkürlich festgenommen und zeitlich unbegrenzt inhaftiert. In den Gefängnissen waren Folter und andere Misshandlungen an der Tagesordnung. Dies galt auch für Hafteinrichtungen unter Kontrolle bewaffneter Gruppen und Milizen.“

Von diesen schweren Menschenrechtsverletzungen ist nicht nur die libysche Bevölkerung betroffen, sondern auch schätzungsweise 1 000 000 Migrant*innen und Geflüchtete.

Viele dieser Menschen kommen aus westafrikanischen Ländern und möchten von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa gelangen. Sie sind in Libyen besonders gefährdet: Systematisch werden Migrant*innen von Schleppern und in Haftzentren ausgebeutet und misshandelt. Zehntausende sitzen unter menschenunwürdigen Bedingungen in diesen meist illegalen Haftzentren fest.

Dennoch kooperieren europäische Regierungen mit der libyschen Küstenwache, um die Grenzen Europas weiter abzuschotten. „Trotz der schrecklichen Menschenrechtsverstöße, die Menschen auf der Flucht und Migrantinnen und Migranten durch die libysche Küstenwache und in den Hafteinrichtungen in Libyen drohen, arbeiten europäische Regierungen mit den libyschen Behörden zusammen, um diese in Libyen festzusetzen. Die Pläne, diese Externalisierungspolitik auf die ganze Region auszuweiten, sind zutiefst beunruhigend“, so Matteo de Bellis, Experte für Asyl und Migration bei Amnesty International. (Artikel zu Thema hier)

Wir möchten euch einen Überblick über die Menschenrechtslage in Libyen und die Situation der dort lebenden Migrant*innen geben. Der Abend wird organisiert von der Gruppe cartonage in Zusammenarbeit mit der Amnesty International Hochschulgruppe Dresden und dem Netzwerk Asyl, Migration, Flucht Dresden.

Die Amnesty International Hochschulgruppe Dresden organisiert Veranstaltungen wie Ausstellungen, Themenabende oder Unterschriftenaktionen zu verschiedenen Menschenrechtsthemen. In den letzten Jahren lag das Augenmerk besonders auf Flucht und Asyl, Frauen*rechten, Wirtschaft und Rüstung sowie Menschenrechtsbildung.

Das Netzwerk Asyl, Migration und Flucht Dresden setzt sich für die Rechte von Migrant*innen, insbesondere von Geflüchteten und Asylsuchenden, ein. In der Veranstaltungsreihe BURNING THE BORDERS geht es um die Bedeutung von Grenzen auf globaler und lokaler Ebene, um Flucht, Widerstand und Solidarität.

*) Wer beim Vorbereiten und Kochen unterstützen möchte, ist ab 17:30 Uhr in der Küche gern gesehen.

**) We aim to provide simultaneous translation into English. Whisper translation into other languages are more than welcome! Wir bemühen uns, eine simultane Übersetzung ins Englische bereitzustellen. Flüsterübersetzungen in weitere Sprachen sind herzlich willkommen!
gruppe.cartonage.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: